DIN 32546
Die neue Norm für Siegellack
Erstmals einheitlich klassifiziert. Für mehr Klarheit bei Auswahl und Anwendung.
Eine gemeinsame Grundlage für Siegellack
Die DIN 32546 schafft erstmals einheitliche Anforderungen und Klassen. So lassen sich Siegellacke klarer beschreiben, vergleichen und für die jeweilige Anwendung auswählen.
Klare Klassen
Lacksystem, Fließverhalten und Einstufung werden eindeutig ausgewiesen.
Bessere Vergleichbarkeit
Produkte lassen sich anhand definierter Eigenschaften einordnen.
Definierte Prüfung
Festgelegte Prüfverfahren unterstützen die Bewertung der jeweiligen Schraubverbindung.
Nicht jede Markierung ist ein Siegel
Entscheidend ist, dass der Lack Schraube und Bauteil verbindet und bei einer Bewegung sichtbar bricht.
Normgerecht als Siegel ausgeführt
Der Siegellack verbindet die beweglichen Teile der Schraubverbindung. Wird die Verbindung bewegt, bricht das Siegel sichtbar.
Nur als Markierung ausgeführt
Der Lack verbindet die beweglichen Teile der Schraubverbindung nicht. Eine Veränderung lässt sich dadurch nicht zuverlässig erkennen.
Was sagt die DIN-Klasse aus
Die Klassenbezeichnung fasst die wesentlichen Eigenschaften eines Siegellacks zusammen. Sie zeigt das Lacksystem, das Fließverhalten und die Einstufung mit GHS 02.
SL-2.1.GHS 02
SL
Produktart: Siegellack
2
Lacksystem: lösemittelbasiert
1
Fließverhalten: Flow
GHS 02
Einstufung mit dem Gefahrenpiktogramm Flamme
Normgerechte Lösungen
Fünf Produktreihen mit klar ausgewiesener Klasse nach DIN 32546.
Häufige Fragen zur DIN 32546
Die wichtigsten Antworten zur Klassifizierung, Anwendung und Prüfung von Siegellacken
Was regelt die DIN 32546?
Die DIN 32546 definiert Merkmale, Anforderungen und Prüfverfahren für Siegellack auf Schrauben und anderen Verbindungselementen mit Gewinde. Siegellack dient dabei als visuelle Prüfmarkierung und Losdreh-Indikator.
Was bedeutet die Klassenbezeichnung?
Die Klassenbezeichnung beschreibt die Anwendungsklasse, das Fließverhalten und gegebenenfalls die Einstufung mit GHS 02. So lassen sich die wesentlichen Eigenschaften eines Siegellacks eindeutig einordnen.
Ist eine einfache Markierung nach DIN 32546 ausreichend?
Nein. Eine reine Markierung verbindet die beweglichen Teile der Schraubverbindung nicht. Nach DIN 32546 muss ein haptisches Siegel entstehen, das bei einer Bewegung sichtbar bricht.
Was ist der Unterschied zwischen Flow und Anti-Flow?
Flow bezeichnet Siegellacke mit mäßiger bis geringer Fließfähigkeit. Anti-Flow bezeichnet Siegellacke mit sehr geringer bis keiner Fließfähigkeit. Die Einordnung erfolgt über ein definiertes Prüfverfahren zum Abfließverhalten.
Welche Bäder-Produkte sind nach DIN 32546 klassifiziert?
Die Standard, Zero, Fast Dry, Heat und Resist Reihen sind entsprechend ihren jeweiligen Eigenschaften nach DIN 32546 klassifiziert. Die konkrete Klasse finden Sie direkt beim jeweiligen Produkt
Ersetzt Siegellack eine technische Schraubensicherung?
Nein. Siegellack macht eine mögliche Bewegung oder Manipulation an einer Schraubverbindung sichtbar. Er ersetzt keine technische Schraubensicherung gegen selbstständiges Losdrehen.
Muss die konkrete Schraubverbindung geprüft werden?
Ja. Die DIN 32546 sieht eine Bruchprüfung an der vorgesehenen Schraubverbindung vor. Dabei muss das aufgetragene Siegel bei allen fünf geprüften Verbindungen sichtbar brechen.
Wie muss Siegellack aufgetragen werden?
Der Siegellack muss die Schraube oder Mutter mit einem angrenzenden Bauteil verbinden. Nur so entsteht ein haptisches Siegel, das bei einer Bewegung der Verbindung sichtbar brechen kann.
Welche Lösung passt zu deiner Anwendung?
Wir unterstützen dich bei der Auswahl des passenden Siegellacks und der Einordnung deiner Anforderungen nach DIN 32546